Bahrain: Junge Dichterin ist frei - jetzt Anklagen fallenlassen!

Freiheit für Ayat al-Qarmezi

Foto: © Privat

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Bahrain: Junge Dichterin ist frei - jetzt Anklagen fallenlassen!

Unser Druck zeigt Wirkung - die Studentin Ayat Al-Qarmezi wurde am 13. Juli aus dem Gefängnis entlassen.


Sie war am 12. Juni zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden, weil sie ein selbstgeschriebenes Gedicht vorgetragen hat, in dem sie den König von Bahrain kritisierte. Sie gab an, die ersten 15 Tage ihrer Gefangenschaft in Einzelhaft verbracht zu haben und mit Elektroschocks gefoltert worden zu sein. Die Freilassung von Ayat Al-Qarmezi ist an Bedingungen geknüpft, das Urteil noch nicht aufgehoben: Sie darf Bahrain nicht verlassen und darf sich nicht öffentlich zu den Umständen Ihrer Haft äußern.


FORDERN SIE DIE AUFHEBUNG DER BEDINGUNGEN DER FREILASSUNG VON AYAT AL-QARMEZI UND EINE UNTERSUCHUNG IHRER FOLTERVORWÜRFE!

Füllen Sie jetzt das Formular auf der rechten Seite aus und senden Sie direkt eine E-Mail an die bahrainische Ministerin für Menschenrechte und an die bahrainische Botschaft.


Am 12. Juni verurteilte ein Militärgericht in Bahrain die Lehramtsstudentin Ayat Al-Qarmezi wegen Teilnahme an illegalen Protesten, Störung der öffentlichen Sicherheit und Aufwiegelung zu einem Jahr Haft.


Sie hatte bei einer Demonstration für Reformen in Bahrain ein selbstgeschriebenes Gedicht vorgelesen. Die Kundgebung fand im Februar in der Hauptstadt Manama statt. Dabei las sie beispielsweise folgende Verse: „Wir werden die Erniedrigung morden, das Elend meucheln“ und „Hört ihr nicht ihre Rufe, vernehmt ihr nicht ihre Schreie?“


Während der ersten 15 Tage in Haft hatte Ayat al-Qarmezi keinen Kontakt zur Außenwelt. Sie berichtete außerdem von Schlägen und Folter durch Elektroschocks.


Die junge Frau war gezwungen, sich am 30. März den Behörden zu stellen, nachdem maskierte Sicherheitskräfte gedroht hatten, ihre Brüder zu töten, falls sie sich nicht selbst den Behörden ausliefern sollte.


Amnesty International geht davon aus, dass Ayat al-Qarmezi inhaftiert wurde, weil sie in der Öffentlichkeit friedlich ihre Meinung geäußert hat, und somit würde Amnesty sie bei einer erneuten Festnahme als eine gewaltlose politische Gefangene betrachten. Deshalb fordert Amnesty, die Anklagepunkte gegen sie fallen zu lassen. 


S.E. Herrn Ahmed Mohamed Yousif Aldoseri

Botschaft des Königreichs Bahrain

Fax:(493) 086-8777

Hintergrund

In Zusammenhang mit den Reformkundgebungen, die Anfang Februar in Bahrain begonnen hatten, wurden mindestens 500 Personen inhaftiert. Vier der Inhaftierten sind unter ungeklärten Umständen in Haft gestorben. Dutzende Festgenommene wurden vor Militärgerichte gestellt und schuldig befunden. Die verhängten Strafen reichen von geringen Haftstrafen bis hin zu Todesurteilen, die bisher in zwei Fällen ausgesprochen wurden.


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