29.06.2011
09:00 Uhr - 18:30 Uhr

Fachkonferenz "Ten Years after 9/11"

10 Jah­re nach dem 11. Sep­tem­ber 2001: Wie wei­ter?

Fach­kon­fe­renz von Am­nes­ty In­ter­na­tio­nal und dem European Center for Constitutional and Human Rights (EC­CHR)


"10 Jahre 11. September 2001" ist ein Teil der Diskussionsreihe "Amnesty@50 – Perspektiven für die Menschenrechte", die im zweiten Halbjahr 2011 fortgesetzt wird.



Die Er­eig­nis­se des 11. Sep­tem­ber 2001 er­mög­lich­ten es den west­li­chen Staa­ten, ih­re Ter­r­or­be­kämp­fungs-Maß­nah­men ra­di­kal um­zu­ge­stal­ten. Die Kon­fe­renz setzt sich mit die­sen Ve­r­än­de­run­gen au­s­ein­an­der. Sie soll auf­zei­gen, wie der „War on Ter­r­or“ neue Be­rei­che un­se­res All­tags ve­r­än­dert, und die Schwie­rig­kei­ten de­rer be­sch­rei­ben, die sich für Men­schen­rech­te ein­set­zen.
Die Kon­fe­renz bringt füh­r­en­de An­wäl­tin­nen und An­wäl­te, Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten so­wie Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler zu­sam­men, um die wich­tigs­ten men­schen­recht­li­chen Fra­gen zu be­han­deln, die sich im Kon­text der neu­en Si­cher­heits­maß­nah­men stel­len, dar­un­ter:


Was wur­de durch ju­ris­ti­sche Ver­fah­ren seit dem 11. Sep­tem­ber 2001 er­reicht? Wäh­rend ei­ni­ge Aspek­te des „War on Ter­r­or“ in ein­drucks­vol­ler Wei­se deut­lich ge­macht wur­den, blie­ben an­de­re (wie die Aus­wei­tung ge­heim­di­enst­li­cher Tä­tig­kei­ten und der zu­neh­men­de Ein­satz präv­en­ti­ver Maß­nah­men) weit­ge­hend un­kom­men­tiert. Wie kön­nen st­ra­te­gi­sche Pro­zess­füh­rung und po­li­ti­scher Wi­der­stand dar­auf zu­ge­schnit­ten wer­den, die­se neue Macht­fül­le wirk­sam zu be­g­ren­zen?


Die eu­ro­päi­sche Kom­p­li­zen­schaft bei den CIA-Ent­füh­rungs­flü­gen und beim Ein­satz von Fol­ter ist nach weit­ge­hend un­er­forscht und oh­ne Kon­se­qu­en­zen ge­b­lie­ben. Die An­wen­dung von Ter­r­o­ris­mus­lis­ten führt wei­ter­hin zu un­mit­tel­ba­ren Grund­rechts­ver­let­zun­gen. Die Pra­xis ge­ziel­ter Tö­t­un­gen nimmt er­heb­lich zu, oh­ne dass tran­s­pa­rent ge­macht wür­de, wer ge­tö­tet wer­den darf. Wie kön­nen wir uns or­ga­ni­sie­ren, um die­se Prak­ti­ken ins öf­f­ent­li­che Licht zu rü­cken und auf den Prüf­stand zu stel­len?


Wie sieht die si­cher­heits­po­li­ti­sche Land­schaft der nächs­ten 10 Jah­re wir­k­lich aus? Sind frei­heit­li­che Prin­zi­pi­en (wie das der Rechts­staat­lich­keit und der Grund­rech­te) der Auf­ga­be ge­wach­sen, die an­ti­f­rei­heit­li­chen Prak­ti­ken der Ter­r­o­ris­mus­be­kämp­fung in Fra­ge zu stel­len?


Dies sind nur ei­ni­ge der Fra­gen, die die Kon­fe­renz be­han­deln wird. Die De­bat­ten, die wir aus­lö­sen möch­ten, sol­len gleich­zei­tig die Ent­wick­lung mög­li­cher St­ra­te­gi­en für die nächs­ten Jah­re be­för­dern.


Ein­tritt frei, An­mel­dung er­be­ten un­ter: te­nyear­s@ec­chr.eu
Kon­fe­renz­spra­che: Deutsch und Eng­lisch mit Si­mul­tan­über­set­zung.


Am Tag der Kon­fe­renz wird auf der Web­sei­te www.te­nyears.eu ein eng­li­scher Au­dio­st­ream an­ge­bo­ten.

Veranstaltungsort

Passionskirche
Marheinekeplatz 1
Berlin, DE+16 10961


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