Starting 28.10.2011 18:00 Uhr
Ending 30.10.2011 13:00 Uhr

Seminar: Wirtschaft und Menschenrechte

Menschenrechte und wirtschaftliche Aktivitäten. Mehr Chance oder mehr Risiken?

 

Rücksichtsloses Vorgehen von Unternehmen führt immer wieder zu massiven Verletzungen der Menschenrechte. Beispiele dafür sind die Ölförderung im Nigerdelta, die Gesundheit und Umwelt der einheimischen Bevölkerung zugrunde richtet, der Erzabbau in Papua Neuguinea, für den die Menschen mit Gewalt vertrieben werden, oder katastrophale Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie von Bangladesh. In den seltensten Fällen werden die Verantwortlichen in den Konzernen zur Rechenschaft gezogen, da die Staaten gerade bei solchen Aktivitäten ihren Pflichten zum Schutz der Menschenrechte nicht nachkommen. Häufig trifft es die Armen und Ausgegrenzten in der Bevölkerung.

 

All dies zeigt deutlich, dass wirtschaftliche Akteure auch eine Verantwortung für die Menschenrechte haben. Unternehmen müssen die Menschenrechte, und zwar alle - bürgerliche und politische wie auch wirtschaftliche, soziale und kulturelle - respektieren. Auch wenn sich in Teilen der "business community" mittlerweile durchaus ein Bewusstsein für die Menschenrechte und Ansätze für menschenrechtskonformes Unternehmenshandeln entwickelt hat, finden sich immer noch zu viele "schwarze Schafe", die in Menschenrechtsverletzungen verwickelt sind.

 

Das Thema "Wirtschaften. Mit Verantwortung" ist daher ein Schwerpunkt im Rahmen der Kampagne "Mit Menschenrechten gegen Armut". Hier fordern wir von Staaten, endlich die Regelungslücken für Unternehmen zu schließen sowie Betroffenen den Zugang zu Beschwerdemechanismen, Rechtsschutz und gegebenenfalls Entschädigungen zu gewährleisten. Unternehmen sollen dazu gebracht werden, ihre Verpflichtungen für die Menschenrechte im operativen Geschäft konkret wahrzunehmen und die jeweiligen Betroffenen ihrer Aktivitäten umfassend zu informieren und in die Entscheidungsfindung einzubeziehen.
Amnesty International arbeitet seit rund 30 Jahren aktiv zu Auswirkungen wirtschaftlicher Beziehungen auf die Menschenrechte - mit dem Ziel, Opfern zu helfen und präventiv Übergriffe zu verhindern. Dazu wenden wir uns sowohl an wirtschaftliche Akteure als auch an die Staaten.

 

Das Grundlagenseminar soll in Vorträgen, Arbeitsgruppen und an Fallbeispielen die Auswirkungen von Unternehmenstätigkeit auf die Menschenrechte sowie Instrumente für menschenrechtsorientiertes Verhalten der Wirtschaft aufzeigen. Ergänzend sollen Aktivitäten anderer Nichtregierungsorganisationen dargestellt und Handlungsmöglichkeiten, Perspektiven, aber auch die Grenzen unseres Engagements in diesem Themenfeld erarbeitet werden.

 

Das Grundlagenseminar richtet sich vor allem an Mitglieder von Amnesty International, die umfassende Informationen zum Thema "Wirtschaft und Menschenrechte" erhalten und sich möglicherweise am Kampagnenschwerpunkt "Wirtschaften. Mit Verantwortung." beteiligen wollen.

 

Tagungsort: Akademie Frankenwarte Würzburg

Veranstalter: Akademie Frankenwarte in Zusammenarbeit mit Amnesty International

ReferentInnen: Mathias John, Antje Breucking (Themenkogruppe Wirtschaft, Rüstung und Menschenrechte)

TeilnehmerInnenzahl: 25

Seminarbeitrag: für Amnesty-Mitglieder 55 € (ermäßigt 35 €) inkl. Verpflegung (ohne Getränke) und Unterkunft im DZ; für Nicht-Mitglieder 72 €; EZ-Zuschlag - EZ-Wunsch bitte bei Anmeldung angeben

 

Anmeldung erforderlich!
Akademie Frankenwarte
z.Hd. Frau Momper
Postfach 5580
97005 Würzburg
Tel.: 0931 80464-0 (Frau Momper -333)
Fax: 0931 80464-44
E-Mail: thea.momper@frankenwarte.de

Veranstaltungsort

Frankenwarte
Leutfresserweg 81-83
Würzburg, DE+02 97082


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