Starting 19.10.2012 13:00 Uhr
Ending 21.10.2012 18:00 Uhr

Wirtschaften. Mit Verantwortung.

Menschenrechte und wirtschaftliche Aktivitäten. Mehr Chancen oder mehr Risiken?

Rücksichtsloses Vorgehen von Unternehmen führt immer wieder zu massiven Verletzungen der Menschenrechte. Beispiele dafür sind die Ölförderung im Nigerdelta, die Gesundheit und Umwelt der einheimischen Bevölkerung zugrunde richtet, der Erzabbau in indischen Bundesstaat Orissa, für den friedliche Proteste unterdrückt werden, katastrophale Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie von Bangladesh oder unverantwortliche Waffenlieferungen von Rüstungsfirmen. In den seltensten Fällen werden die Verantwortlichen in den Konzernen zur Rechenschaft gezogen, da die Staaten gerade bei solchen Aktivitäten ihren Pflichten zum Schutz der Menschenrechte nicht nachkommen. Häufig trifft es die Armen und Ausgegrenzten in der Bevölkerung.

Die Beispiele zeigen deutlich, dass wirtschaftliche Akteure eine Verantwortung für die Menschenrechte haben. Unternehmen müssen die Menschenrechte, und zwar alle - bürgerliche und politische wie auch wirtschaftliche, soziale und kulturelle – respektieren. Auch wenn sich in Teilen der "business community" mittlerweile durchaus ein Bewusstsein für die Menschenrechte und Ansätze für menschenrechtskonformes Unternehmenshandeln entwickelt hat, finden sich immer noch zu viele „schwarze Schafe“, die in Menschenrechtsverletzungen verwickelt sind.

Daher bleibt das Thema „Wirtschaften. Mit Verantwortung“ ein Schwerpunkt im Rahmen der Kampagne „Mit Menschenrechten gegen Armut“. Amnesty fordert von den Regierungen, endlich die Regelungslücken für Unternehmen zu schließen sowie Betroffenen den Zugang zu Beschwerdemechanismen, Rechtsschutz und gegebenenfalls Entschädigungen zu gewährleisten. Unternehmen müssen dazu gebracht werden, ihre Verpflichtungen für die Menschenrechte im operativen Geschäft wahrzunehmen, ihre Sorgfaltspflichten auch auf die Menschenrechte anzuwenden,  sowie die jeweiligen Betroffenen ihrer Aktivitäten umfassend zu informieren und in die Entscheidungsfindung einzubeziehen.

Amnesty International arbeitet seit rund 30 Jahren aktiv zu Auswirkungen wirtschaftlicher Aktivitäten auf die Menschenrechte – mit dem Ziel, Opfern zu helfen und präventiv Übergriffe zu verhindern. Dazu wenden wir uns sowohl an wirtschaftliche Akteure als auch an die Staaten.
Das Grundlagenseminar soll in Vorträgen, Arbeitsgruppen und an Fallbeispielen die Auswirkungen von Unternehmenstätigkeit auf die Menschenrechte sowie Instrumente für menschenrechtsorientiertes Verhalten der Wirtschaft aufzeigen. Ergänzend sollen Aktivitäten anderer Nichtregierungsorganisationen dargestellt und Handlungsmöglichkeiten, Perspektiven, aber auch die Grenzen unseres Engagements in diesem Themenfeld erarbeitet werden.

Das Grundlagenseminar richtet sich vor allem an Mitglieder von Amnesty International, die umfassende Informationen zum Thema "Wirtschaft und Menschenrechte" erhalten und zu der Thematik weiter arbeiten wollen.

Tagungsort: Akademie Frankenwarte Würzburg
Veranstalter: Akademie Frankenwarte in Zusammenarbeit mit Amnesty International
ReferentInnen: Antje Breucking, Mathias John (Themenkogruppe Wirtschaft, Rüstung und Menschenrechte)
Seminarleitung: Fachkommission Training
TeilnehmerInnenzahl: 25
Seminarbeitrag: für Amnesty-Mitglieder 55 € (ermäßigt 35 €) inkl. Verpflegung und Unterkunft im DZ; für Nicht-Mitglieder 90 €; EZ-Zuschlag – EZ Wunsch bitte bei der Anmeldung angeben
Anmeldung an: Akademie Frankenwarte, z.H. Frau Ulrike Schuhnagl, Postfach 5580, 97005 Würzburg, Tel.: 0931 - 804 64-0 (Frau Schuhnagl -333), Fax: 0931 - 804 64-44, E-Mail: ulrike.schuhnagl@frankenwarte.de oder online über www.frankenwarte.de/bildungsangebote.html (bitte bei Anmeldung im Internet für die Mitglieder-Ermäßigung im Feld „Organisation“ ggf. Amnesty International angeben)



Veranstaltungsort

Akademie Frankenwarte Würzburg
Leutfresserweg 81 - 83
Würzburg, DE+02 97082


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